Traumatherapie für Bindungs- & Entwicklungstrauma

Alte Beziehungsmuster verstehen.
Innere Stabilität aufbauen.
Neue Neue tragende Erfahrungen  ermöglichen.

Viele Menschen leiden unter Ängsten, depressiven Phasen oder chronischer innerer Unruhe, ohne die zugrunde liegenden Zusammenhänge zu kennen. Häufig liegen die Wurzeln in frühen Beziehungserfahrungen, die das Nervensystem bis heute prägen.

Besonders Menschen mit hoher Sensibilität, ADHS, Autismus oder AuDHS entwickeln unter frühem oder anhaltendem Stress Überlebensstrategien, die damals sinnvoll waren und heute zu Überforderung, Beziehungsproblemen oder innerer Instabilität beitragen können.

In meiner traumatherapeutischen und systemischen Arbeit verbinde ich Stabilisierung, strukturierte Verarbeitung und bindungsorientierte Begleitung.
Ziel ist nicht, Symptome zu „bekämpfen“, sondern die zugrunde liegenden Muster im Nervensystem zu verstehen und nachhaltig zu verändern.

Vielleicht erleben Sie gerade …

In meiner Begleitung finden Sie einen sicheren Raum, in dem Ihr inneres Erleben gesehen und wertgeschätzt wird – ganz gleich, ob Sie gerade viel spüren oder kaum etwas. Behutsam erkunden wir gemeinsam, wie alte Muster wirken, auch wenn Sie bereits vieles verstanden haben und sich dennoch wenig verändert. So entsteht Raum für neue Einsichten, innere Stärke und Verbindung zu sich selbst.

Was ist Bindungs- und Entwicklungstrauma?

Bindungs- und Entwicklungstraumata entstehen meist nicht durch ein einzelnes dramatisches Ereignis, sondern durch wiederkehrende Belastungen oder unzureichende emotionale Unterstützung in den frühen Lebensjahren.

Für ein Kind ist eine verlässliche Bindung existenziell. Es ist auf Co-Regulation, Schutz und emotionale Spiegelung angewiesen. Wenn wichtige Bezugspersonen selbst stark belastet, emotional nicht verfügbar oder in ihren eigenen Erfahrungen gebunden sind, können sie die Bedürfnisse des Kindes nicht ausreichend wahrnehmen oder beantworten.

Nicht aus bösem Willen, sondern häufig aus eigener Überforderung oder unverarbeiteten Erfahrungen.

Das Kind entwickelt Strategien, um die Beziehung aufrechtzuerhalten, denn Bindung geht vor Autonomie.

Abgrenzung zum Schocktrauma

Schocktrauma:
Ein klar abgrenzbares, überwältigendes Ereignis (z. B. Unfall, Gewalt, akute Bedrohung). Das Nervensystem wird massiv aktiviert.

Bindungs- und Entwicklungstrauma:
Entsteht durch anhaltende Beziehungsmuster, in denen die psychischen Grundbedürfnisse nach Bindung (Sicherheit, Co-Regulation, Nähe) und Autonomie (Selbstausdruck, Exploration, Selbstwirksamkeit) nicht gleichzeitig erfüllt werden konnten.

Typische Notlösungen, wenn Bindung nur unter Anpassung möglich ist

Autonomie über Bindung:
Rückzug, Überbetonung von Unabhängigkeit, Schwierigkeiten mit emotionaler Intimität.

Bindung über Autonomie:
Unterordnung, Angst vor Ablehnung, Überanpassung, eigene Bedürfnisse kaum wahrnehmen.

Im Erwachsenenalter reagieren wir oft noch so, als befänden wir uns in der damaligen Situation. Alte Schutzstrategien bleiben aktiv, obwohl sie heute nicht mehr notwendig sind. So können sich frühe Muster in Partnerschaften, Freundschaften oder im beruflichen Kontext wiederholen.

Die therapeutische Arbeit zielt darauf ab, diese Dynamiken verstehbar zu machen, das Nervensystem zu regulieren und neue, freiere Beziehungserfahrungen zu ermöglichen.

Bindung & Entwicklung

Psychische Grundbedürfnisse nach Grawe

Traumatische Beziehungserfahrungen hinterlassen Spuren, weil grundlegende psychische Bedürfnisse verletzt wurden. Diese Bedürfnisse zu verstehen hilft, alte Muster und ihre Wirkung bis heute einzuordnen.

01

Bindung

Sicherheit, Unterstützung
und Verbundenheit

02

Kontrolle & Orientierung

Vorhersagbarkeit und
Gestaltungsspielraum

03

Selbstwerterhöhung

Kompetenz und
Wertschätzung

04

Lustgewinn

Angenehmes erleben
und Unangenehmes vermeiden

Werden diese Bedürfnisse überwiegend erfüllt, fühlen wir uns stabil, handlungsfähig und zufrieden. Sind sie unzureichend erfüllt, können innere Unruhe, Ängste, depressive Verstimmungen und wiederkehrende Beziehungsmuster entstehen.

Warum ist Trauma bei Neurodivergenz oft besonders?

Bei neurodivergenten Menschen – z. B. mit Autismus, ADHS oder AuDHS – trifft eine intensivere Wahrnehmung auf eine Umwelt, die meist auf neurotypische Verarbeitung ausgerichtet ist. Reize, soziale Dynamiken und Gefühle werden oft intensiver oder feiner wahrgenommen, gleichzeitig fehlt häufig passende Resonanz. Wenn die eigene Wahrnehmung wiederholt infrage gestellt wird, entsteht doppelter Stress: Nicht nur die Situation ist überfordernd – auch das Vertrauen in die eigene Realität gerät ins Wanken.

Viele neurodivergente Menschen lernen früh, sich anzupassen, um dazuzugehören. Dieses dauerhafte Maskieren, Kompensieren oder Übersteuern kann zu chronischer Überlastung des Nervensystems führen. Trauma entsteht hier oft weniger durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch wiederholte Überforderung, fehlende Co-Regulation und das Gefühl, im eigenen Erleben nicht sicher zu sein.

Therapeutische Bedeutung

  • Ihre Wahrnehmung validieren und ernst nehmen
  • Regulation auf Ihre neurodivergente Weise unterstützen
  • Anpassung und Überkompensation nicht weiter verstärken
  • Selbstkontakt und innere Sicherheit aufbauen

Hinweis: Ich biete keine Diagnostik oder Beratung zu Autismus oder ADHS an. Meine Arbeit konzentriert sich auf die traumatischen Belastungen, die viele feinfühlige und neurodivergente Menschen zusätzlich mit sich tragen.

Meine therapeutische Haltung

Meine Arbeit basiert auf drei zentralen Grundannahmen:

  • Psychische Symptome sind Ausdruck von anhaltendem Stress im Nervensystem.
  • Beschwerden stehen im Zusammenhang mit Ihrer Lebens- und Beziehungsgeschichte.
  • Nachhaltige Veränderung braucht Stabilisierung, Struktur und eine sichere therapeutische Beziehung.

Zu Beginn erfolgt daher eine fundierte Diagnostik sowie die Erstellung einer individuellen Trauma- und Ressourcenlandkarte. Belastende Erfahrungen werden strukturiert erfasst, vorhandene Stärken werden gezielt aktiviert.

Wie ich arbeite

Ich arbeite methodenintegrativ und prozessorientiert. Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • EMDR – zur gezielten Traumaverarbeitung
  • Systemische Aufstellungen – zur Sichtbarmachung innerer Strukturen
  • Arbeit mit inneren Anteilen – zur Klärung innerer Konflikte
  • Nervensystemorientierte Stabilisierung

    zur Förderung der Selbstregulation und erlebter Sicherheit

Die Sitzungen finden in der Regel wöchentlich oder zweiwöchentlich statt, um einen kontinuierlichen, tragfähigen Prozess zu ermöglichen.

Struktur & Prozess

Meine Arbeit folgt klaren Prinzipien und einem transparenten therapeutischen Ablauf.

Struktur & Prozess

Der therapeutische Prozess

Stabilisierung & Ressourcenaufbau

Integration körperlicher und emotionaler Reaktionen

Stressor-Identifikation

Umstrukturierung alter Muster

Traumaverarbeitung

Alltagstransfer und Festigung neuer Handlungsspielräume

Haltung und Prinzipien in jeder Phase

Raum & Verbindung

Veränderung beginnt mit einem sicheren Raum

Tiefe & Reflexion

Echte Veränderung entsteht durch ehrliche Selbstreflexion

Fundament & Klarheit

Klarheit ist die Basis für Veränderung

Wachstum & Entfaltung

Widerstand ist Nährboden für Wachstum

Lebensenergie & Bewegung

Veränderung braucht Impulse und Mut

Erdung & Stabilität

Nachhaltige Veränderung braucht Verankerung im Alltag

Die Ziele unserer Zusammenarbeit

01

Ihr Nervensystem stabilisieren
Überforderung reduzieren

02

Selbstkontakt stärken und
innere Orientierung finden

03

Beziehungsmuster erkennen und
behutsam verändern

04

Selbstachtung, Grenzen und
Sicherheit im Handeln stärken

05

Mehr innere Ordnung und
Selbstbestimmung entwickeln

Organisatorisches

Termine sind in meiner Praxis in Mönchengladbach-Odenkirchen oder online möglich. Für eine kontinuierliche Online-Therapie ist ein persönliches Treffen zu Beginn erforderlich.
Optional kann ein strukturierter Anamnese-Samstag gebucht werden – besonders geeignet bei längerer Anreise oder für einen intensiven, klaren Einstieg.

Ihr nächster Schritt:

Erstes Kennenlerngespräch vereinbaren:
Dauer: 60 Minuten
Kosten: 70 €
Ziel: Anliegen klären, Arbeitsweise kennenlernen – Jetzt buchen

Optional: Einzelaufstellung buchen – online oder in der Praxis

Für Menschen mit feinen Fühlern

Mehr wahrnehmen.
Tiefer fühlen.
Komplex erleben.

Auch ohne passende Worte.

Hier darf Ihr Erleben Sinn ergeben.
Sinn erleben durch Selbstbegegnung.

Häufige Fragen

Ist diese Praxis eine Selbstzahler-Praxis?

Ich führe eine reine Selbstzahler-Praxis. Das bedeutet:

  • Flexibilität: Sie wählen unabhängig von Krankenkassen die passende Therapieform.
  • Schneller Start: Keine langen Wartezeiten, sofortiger Beginn möglich.
  • Datenschutz: Diagnosen werden nicht an Krankenkassen weitergegeben.
  • Einzeltherapie: Persönliche Gespräche in einem geschützten Rahmen.
  • Onlinetherapie: Nach Erstkontakt sind Sitzungen auch online möglich.
  • Entlastungsgespräche: Überbrückung, falls Sie auf einen Therapieplatz warten.

Ein unverbindliches Kennenlerngespräch bietet Ihnen die Möglichkeit, mich und meine Arbeitsweise kennenzulernen.

Dauer: 60 Minuten

Kosten: 70 €

Ziel: Ihr Anliegen klären und meine Arbeitsweise kennenlernen

  • Die reguläre Sitzungsdauer beträgt 60 Minuten. Für intensivere Prozesse (z. B. EMDR) können auch 90 oder 120 Minuten vereinbart werden.

  • Reguläre Sitzung: 60 Minuten → 100 €

  • Intensivere Sitzungen: 90 Minuten → 150 €, 120 Minuten → 200 €

    Hinweise:

    Zu Beginn sind wöchentliche Termine sinnvoll.
    Online (nach persönlichem Kontakt) oder in der Praxis möglich.

    Bezahlung bequem nach der Sitzung per EC-Karte.

    Die Behandlungskosten für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HeilprG) werden in der Regel nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine Kostenübernahme durch private Versicherungen ist ggf. möglich; bitte klären Sie dies vorab mit Ihrer Versicherung.

Junge Erwachsene bis 30 Jahre & Alleinerziehende → 60 Minuten: 80 €

Ein Therapieplatz für finanziell stark eingeschränkte Menschen → individuelle Vereinbarung

Auf Wunsch biete ich einen intensiven Anamnesesamstag an, um Ihre Situation, Bedürfnisse und inneren Strukturen umfassend zu erfassen. Besonders geeignet für Menschen mit längerer Anreise

Dauer: individuell vereinbar

Ort: Praxis oder online

Um Ihnen die bestmögliche Unterstützung zu bieten, lege ich großen Wert auf:

  • Fortbildungen: Kontinuierliche Weiterbildung, Methodenvielfalt
  • Mitgliedschaft im VfP: Zeichen für Professionalität und Qualität
  • Supervisionen: Regelmäßige Reflexion zur Sicherung hoher Qualitätsstandards

Möchten Sie unser Kennenlerngespräch Online oder in meiner Praxis buchen?